Nach sieben langen Jahren kann der Suchmaschinenriese Google endlich die Marke "Gmail" in Deutschland für sein E-Mail-Produkt verwenden, berichtete TechCrunch am Sonntag.
Letzte Woche hat Google seinen Streit mit Giersch stillschweigend beigelegt. Laut dem deutschen GoogleWatchBlog wurden die Domain Gmail.de und die Marke Gmail am 13. April an Google übertragen. Google war seit 2005 in Deutschland die Nutzung von "Gmail" untersagt, da Unternehmer Daniel Giersch die Marke zuerst registriert hatte.
Zuvor behauptete Giersch, dass "G-mail" für "Giersch mail" stehe, seinen physischen und elektronischen Postdienst in Deutschland. Dieser wurde im 2000 registriert, lange bevor Google seinen eigenen E-Mail-Dienst im 2004 ankündigte. Somit mussten deutsche Internetnutzer, die Gmail verwenden wollten, zu googlemail.com gehen.
Während Google versuchte, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, waren ihm im 2007 keine rechtlichen Optionen mehr geblieben, nachdem das Amt der Europäischen Union für die Harmonisierung im Binnenmarkt seine Berufung abgelehnt hatte.
Weder Google noch Giersch haben kommentiert, ob bei dieser Übertragung Geld geflossen ist, "obwohl es unwahrscheinlich erscheint, dass Giersch die Domain ohne irgendeine Entschädigung einfach an Google übertragen hätte."
Im 2006 behauptete Giersch, Google habe ihm 250.000 Dollar für die deutschen Markenrechte am Namen Gmail angeboten.
Derzeit ist nicht sofort klar, ob Google nun die offizielle Adresse seines E-Mail-Dienstes in Deutschland auf Gmail.de ändern wird.
Es wurde jedoch auch darauf hingewiesen, dass deutsche und britische Gmail-Nutzer bereits @Gmail.com und @googlemail.com austauschbar verwenden konnten.
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