Domain-Transfers sind ein wesentlicher Bestandteil der Domain-Verwaltung, aber der Prozess kann manchmal verwirrend sein. Zu verstehen, was ein Domain-Registrar während eines Domain-Transfers tun kann und nicht tun kann, ist entscheidend für einen reibungslosen Übergang. In diesem Leitfaden führen wir Sie durch die Erwartungen an Ihren Registrar während des Transferprozesses sowie durch häufige Missverständnisse, die auftreten können.
1. Was ein Registrar nach ICANN-Richtlinientun muss
Domain-Registrare sind verpflichtet, bestimmte Richtlinien der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) zu befolgen, wenn sie Domain-Transfers bearbeiten. Diese Regeln sollen Sicherheit, Fairness und Autorisierung bei Domain-Transfers gewährleisten.
1.1 Zugang zu Transferinformationen bereitstellen
Ein Registrar muss alle notwendigen Informationen für die Übertragung einer Domain bereitstellen, wenn die Anfrage vom Domaininhaber oder einem autorisierten Vertreter kommt. Dazu gehört:
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Autorisierungscode (EPP-Code): Ein eindeutiger Code, der benötigt wird, um den Transfer zu einem anderen Registrar zu starten.
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Domain entsperren: Der Registrar muss die Domain entsperren, damit die Transferanfrage weiterverarbeitet werden kann.
1.2 Transferanfragen akzeptieren und verarbeiten
Registrare müssen gültige Transferanfragen zügig und gemäß ICANNs Transfer-Richtlinie bearbeiten. Sie sind verpflichtet, einen Transfer zu akzeptieren, wenn die Domain alle notwendigen Anforderungen erfüllt. Sie dürfen eine gültige Transferanfrage nicht willkürlich ablehnen.
1.3 Die 60-Tage-Sperrregel durchsetzen
Wenn eine Domain:
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registriert wird
-
übertragen wird
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die Angaben zum Inhaber geändert werden
wird automatisch eine 60-Tage-Sperre aktiviert, während der die Domain nicht erneut übertragen werden kann. Registrare müssen diese Sperre zur Einhaltung der ICANN-Richtlinien durchsetzen.
2. Was ein Registrar tun kann, um Sie während eines Transfers zu unterstützen
Neben der Erfüllung der von ICANN vorgeschriebenen Anforderungen können Registrare auch zusätzliche Dienste anbieten, um Ihren Transferprozess zu erleichtern:
Transferanleitungen bereitstellen
Viele Registrare bieten Schritt-für-Schritt-Anleitungen an, die Ihnen helfen, einen Transfer zu starten und abzuschließen. Diese Ressourcen können Folgendes umfassen:
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Anleitungen, wie Sie Ihre Domain entsperren,
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Wie Sie Ihren EPP-/Autorisierungscode abrufen,
-
Wo Sie Ihre Transferanfrage einreichen.
Diese Ressourcen sind von ICANN nicht vorgeschrieben, verbessern jedoch deutlich die Kundenerfahrung.
Automatisierte Bestätigungs-Workflows anbieten
Registrare können Ihnen auch automatisierte Bestätigungs-E-Mails senden oder Dashboard-Benachrichtigungen bereitstellen, die Sie durch den Transferprozess führen. So stellen Sie sicher, dass Sie erforderliche Schritte ausführen, wie etwa Bestätigungslinks anklicken oder Transfervorgänge überprüfen.
3. Was ein Registrar während eines Domain-Transfers nicht tun kann
Obwohl Registrare wichtige Verantwortlichkeiten haben, gibt es Grenzen dessen, was sie während eines Domain-Transfers tun können.
3.1 Sie dürfen einen Transfer nicht ohne Ihre Autorisierung abschließen
Ein Registrar kann einen Transfer nicht bearbeiten, wenn nicht der korrekte Autorisierungscode (EPP-Code) vorliegt und die Anfrage nicht vom Domaininhaber oder einem autorisierten Kontakt stammt. Registrare müssen verifizieren, dass die anfragende Person berechtigt ist.
3.2 Sie dürfen die Transfer-Richtlinie von ICANN nicht ignorieren
Registrare müssen sich an die standardisierten Transfer-Richtlinien von ICANN halten. Sie dürfen nicht:
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den Bestätigungsprozess überspringen,
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eine gesperrte Domain übertragen,
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einen Transfer während der 60-Tage-Sperrfrist durchführen.
3.3 Sie dürfen Sie nicht zwingen, bei ihnen zu bleiben
Sobald eine gültige Transferanfrage gestartet wurde, darf der Registrar nicht den Transfer ohne gültigen Grund (z. B. 60-Tage-Sperre, abgelaufener Domainstatus oder rechtliches Problem) verhindern oder blockieren. Außerdem ist es ihnen untersagt, Ihr Recht auf Übertragung zu einem anderen von ICANN akkreditierten Registrar zu verweigern.
4. Was ein Registrar während eines Domain-Transfers nicht tun wird
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Automatisch Ihre DNS-Einstellungen oder Nameserver ändern,
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Ihr Hosting oder E-Mail-Dienste,
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die WHOIS-Kontaktinformationen Ihrer Domain ändern,
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Ihre Domain automatisch verlängern (es sei denn, Sie fordern dies ausdrücklich an).
Diese Aktionen erfordern eine separate Autorisierung und sind kein Bestandteil des Domain-Transferprozesses.
5. Was ein Registrar vor dem Transfer tun kann
Registrare können Ihnen helfen, einen reibungslosen Transfer vorzubereiten, indem sie folgende Dienste anbieten:
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Domain entsperren: Vor dem Beginn des Transfers muss Ihre Domain entsperrt sein.
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Bereitstellung des Autorisierungscodes (EPP-Code): Der Registrar kann Ihnen den notwendigen Code zur Verfügung stellen, um den Transferprozess zu starten.
Diese Aktionen schließen den Transfer nicht ab, sind jedoch wesentliche Vorbereitungsschritte.
Selbst wenn Sie eine Domain übertragen, darf Ihr Registrar nicht:
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Sie zwingen, Ihre Nameserver zu ändern,
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erfordern, Ihren Hosting-Anbieter zu wechseln,
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Sie zwingen, zusätzliche Dienste oder Upsells während des Transfers anzunehmen.
Ein legitimer Transferprozess sollte nur die von ICANNs Transfer-Richtlinie geforderten Schritte enthalten.
| Aktion | Registrar kann | Registrar kann nicht |
|---|---|---|
| Auth-Code (EPP) bereitstellen | ✔️ | ❌ |
| Transferanfrage bearbeiten | ✔️ | ❌ |
| Transfer während 60-Tage-Sperre | ❌ | ❌ |
| DNS-Einstellungen automatisch ändern | ❌ | ✔️ |
| Gültige Transferanfragen ablehnen | ❌ | ❌ |
Fazit
Zu wissen, was Ihr Registrar tun kann und nicht tun kann während eines Domain-Transfers sorgt für einen reibungsloseren und effizienteren Ablauf. Wenn Sie Ihre Rechte und Pflichten kennen, können Sie Ihre Domain-Transfers selbstbewusst verwalten und unnötige Verzögerungen vermeiden.
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